Berlin - Mertensstraße

Wohngebäude mit 157 Wohneinheiten entwickelt mit HS + G, Berlin

Shortfacts
Mertensstraße 16 GmbH & Co. KG
Projektstandort: Berlin
Jahr: 2016
ca. 23.800 m² BGF (a+b)
ca. 34 Mio. Euro netto

Der städtebauliche Ansatz des Bebauungskonzeptes für das Areal Mertensstraße/ Goltzstraße in Berlin-Spandau ist die Fassung des Raumes entlang der Straßenzüge. Durch die Anordnung der Baukörper entsteht in den Innenbereichen der Blöcke eine hochwertige Atmosphäre mit gestaffelten Grünbereichen. Die Zonierung der Gebäudekörper erfolgt über ein natursteinverkleidetes Sockelgeschoss, ein zurückspringendes farbig abgesetztes Staffelgeschoss und die hellen Regelgeschosse. Dies sorgt für eine angemessene Maßstäblichkeit. Vor- und Rücksprünge sorgen für hohe Plastizität und Lebendigkeit.

Im Zentrum des Projektgebietes befindet sich der Quartierspark. Von hier aus erfolgt eine stufenweise Zonierung durch Niveauversprünge zu halböffentlichen Grünbereichen, den Innenhöfen und privaten Mietergärten. Das autofreie Quartier ist mit Wohnwegen an das außenliegende Erschließungssystem angebunden. Eine Erreichbarkeit für PKW und Großfahrzeuge ist gegeben. Die Erschließung der Gebäude erfolgt barrierefrei über Aufzugsanlagen, die einen schwellenlosen Zugang zu allen Wohnungen gewährleisten. Das gesamte EG wird behindertengerecht ausgebildet.

Bei der Orientierung der Wohnungen wurde größter Wert auf eine Ausrichtung nach Süden, Westen und Osten gelegt, sodass alle Wohn- und Aufenthaltsräume zu den begrünten Innenhöfen angeordnet sind (laut Grundrißplan stimmt das nicht so ganz). Die Erdgeschosswohnungen werden darüber hinaus durch Holzterrassen und private Mietergärten aufgewertet. Im zurückgesetzten Staffelgeschoss entstehen großzügige Penthouses mit sonnigen Dachterrassen. Jede Wohnung erhält entweder einen Balkon oder eine Loggia. Für Wohnkomfort und gutes Raumklima sorgt die Möglichkeit zur Quer- oder Ecklüftung. Der winterliche Wärmeeintrag kann dank der Grundrissausrichtung bestens genutzt werden, während Rollläden oder ggf. Raffstoren den sommerlichen Wärmeschutz gewährleisten.

Oberflächen, Farbigkeit

Die hellen weiß verputzten Baukörper ruhen auf einem mit hellgrauem Naturstein verkleideten Erdgeschoss. Dieser in Schieferoptik gehaltene Stein wird in unterschiedlichen Formaten und einem horizontalem Fugenbild ausgebildet. Das zurückspringende Staffelgeschoss ist ebenso wie die Treppenhäuser leicht farblich akzentuiert. Die Fenster und Balkone bestehen aus Brüstungen mit pulverbeschichteten Metallstäben.

Konstruktion, Baustoffe, Technik

Die Baukörper sind in Massivbauweise geplant und erhalten tragende Außenwände mit WDVS, bzw. Steinbekleidung als Vorsatzschale im EG. Die massiven Treppenhauskerne mit Aufzugsanlagen und die tragenden Geschossdecken sind in Stahlbeton geplant. Das extensiv begrünte Dach dient unterstützend der Regenwasserrückhaltung. In den Technikflächen des Untergeschosses werden Heizzentralen vorgesehen, wo konventionelle Energieträger mit BHKW kombiniert werden.

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