Wiesbaden - Fischerstraße

Neubau von zwei Wohngebäuden (Punkthäuser) mit 43 Wohneinheiten & ein Bürogebäude für ca. 240 Arbeitsplätze

Shortfacts
Orion IV European 23 S.A.R.L.
Projektstandort: Wiesbaden
Jahr: 2016/ 2020
ca. 19.900 m² BGF inkl. Bestandsflächen
ca. 20 Mio. Euro netto

Das Projekt befindet sich in der Fischerstraße in Wiesbaden, angrenzend zur Biebricher Allee und unmittelbar hinter dem Einkaufszentrum “Lilien-Carré”. Als Neubebauung auf dem Bestandssockel sind drei Gebäude geplant: zwei Punkthäuser als Wohnbebauung im Westen und östlich hiervon ein riegelförmiges Bürogebäude. Der bestehende Sockelbau bleibt zum Großteil in seiner Grundstruktur erhalten und wird in Teilbereichen baulich ergänzt und erweitert. Darauf werden die aufgehenden Wohngebäude neu erstellt. Die im Sockelbau bestehenden Treppenhauskerne werden nach oben erweitert, damit die ursprünglich geplante Tragstruktur erhalten bleibt. Die neuen Wohngebäude umfassen 43 Wohneinheiten. Beide Gebäude  haben fünf oberirdische Geschosse: Vier Regelgeschosse und ein Staffelgeschoss. Auf der Tiefgaragendecke wird mittels intensiver Dachbegrünung eine neue Außenanlage mit Grünflächen, Privatgärten und einer Spielfläche für Kinder sowie eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder vorgesehen.

Das Bürogebäude: In den Fassadenansichten des Bürobaus entsteht eine optisch-, lebendige Abfolge. Der entstehende Rhythmus erscheint als wiederkehrende Akzentuierung. Der Rhythmus moduliert eine sonst strenge Abfolge, indem er spannungslos gruppiert und bewusst Ungleichgewichte schafft. Ein strenger Takt muss manchmal zur Stetigkeit der Bewegung hinzukommen, damit der Rhythmus im direkten Kontrast dazu erlebt wird. Das visuelle Gestaltungsmittel gliedert das Fassadenbild. Auch Grundrisse und Schnitte als „choreografische Partitur“, aber auch der vom tageslichtabhängig-, entstehende Kontrast von Licht- und Schattenzonen sind Faktoren der Rhythmik.

Die Wohnhäuser: Das Wort „Fassade“ kommt von „facies“ (lat. Gesicht) und bezeichnet die dem Außenraum zugewandte Außenwand eines Gebäudes. Die Fassade teilt einem Außenstehenden etwas mit. In Ihrer Mitteilungsfunktion kündigt sie auch den Innenraum an. Fassaden sind diejenigen Außenwände, die, gut sichtbar, in der Lage sind, ein Gegenüber anzusprechen, eine Adresse zu bilden und die Einheit des Gebäudes widerzuspiegeln.

Dazu verlangen sie eine sorgfältige Durchgestaltung, die als Gesamtbild dem Überblick und in den Details der Betrachtung aus der Nähe gerecht wird. Durch die Betonung der Geschossgliederung etwa und die Artikulation von Sockelzone und Attika wird die Lesbarkeit der Struktur erleichtert.

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